Emil Schumacher, o. T., 1988 35 x 35 cm

Emil Schumacher, o. T., 1988
35 x 35 cm

Emil Schumacher

wurde 1912 in Hagen geboren. Mit 20 Jahren beginnt er ein dreijähriges Studium an der Kunstgewerbeschule in Dortmund. Ab 1935 geht Schumacher der Tätigkeit als freischaffender Maler nach. 1947 gründet er gemeinsam mit anderen Malerkollegen die Künstler- und Ausstellungsvereinigung „junger westen“.

Im Jahr 1950 lässt sich ein radikaler Umbruch in Schumachers Arbeiten beobachten. Er wendet sich von gegenständlichen Bildmotiven ab und verschreibt sich von nun an der abstrakten Malerei. Ende der 1960er und zu Beginn der 1970er Jahre widmet sich Schumacher einer experimentellen Malerie, die von einem rigorosen Aktionismus geprägt ist. Zwischen seiner Teilnahme an der „documenta III“ in Kassel 1964 und den 1980er Jahren zeichnet sich sein künstlerisches Schaffen durch extrem großformatige Arbeiten aus.

Emil Schumacher, Maccheroni Latino,1986 38 x 47 cm

Emil Schumacher, Maccheroni Latino,1986
38 x 47 cm

Schon ab Mitte der 1950er Jahre wird Schumacher international als bedeutender Vertreter des Informel anerkannt. Ihm werden zahlreiche internationale Preise verliehen, darunter der Guggenheim Award in New York (1958). Im selben Jahr bekommt Schumacher eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 1966 wird er in Karlsruhe an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste zum Professor berufen und im Jahr darauf folgt eine Gastprofessur an der Minneapolis School of Art in Minnesota in den USA.
1998 wird ihm die Ehre zu Teil ein Wandgemälde im Berliner Reichstag anzufertigen. Im selben Jahr widmet im das Haus der Kunst in München eine große Retrospektive. Ein Jahr später stirbt Schumacher in San José auf Ibiza.

Quelle: www.emil-schumacher.de

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Geschrieben von Jochen Kienzle

Die Kienzle Art Foundation wurde 2010 gegründet und widmet sich, basierend auf der Initiative des Berliner Sammlers und Galeristen Jochen Kienzle, der öffentlichen Vermittlung von Kunst in Form von Ausstellungen, Publikationen, Vorträgen.