Emilio Prini_"Identico alieno scambiato“, Genua 1968 Schwarzweissfotografie, 27 x 73 cm Courtesy: Sammlung Jochen Kienzle, BerlinAm 1. September 2016 ist Emlio Prini im Alter von 73 in Rom verstorben.

Bis heute ist Prini – im Gegensatz zu seinen populär gewordenen Kollegen – eher ein unbekannter Künstler geblieben, der 1995 über gerade ein Dutzend Einzelausstellungen in ausschließlich italienischen Galerien verfügte. Dies hat wohl vor allem damit zu tun, dass bei ihm die Geste der Arte Povera (Prini nennt sie eine „vierte Kunst“ nach den drei traditionellen Künsten Architektur, Skulptur und Malerei) nicht nur in der Form der Objekte wirksam wird, sondern vor allem auf die Gestalt des ganzen Werks, der gesamten Praxis bezogen ist.

Die geringe Zahl der Gesten und Gegenstände, die aus den vergangenen 30 Jahren vorhanden sind, lässt darauf schließen, dass es eine Arbeit im Sinne von „Produktion“ nicht gibt, dagegen Austausch und Definitionen in den Momenten, die eine neue oder veränderte Situation für den ursprünglichen Impuls darstellen.

Ausschnitt Text von R. Bumiller für die Ausstellung Emilio Prini: „Katakomben der S. Priscilla“ (1996-97) Galerie Kienzle & Gmneiner

 

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Geschrieben von Jochen Kienzle

Die Kienzle Art Foundation wurde 2010 gegründet und widmet sich, basierend auf der Initiative des Berliner Sammlers und Galeristen Jochen Kienzle, der öffentlichen Vermittlung von Kunst in Form von Ausstellungen, Publikationen, Vorträgen.