Kurt Schwitters, Nescafé-Collage, 1947

Kurt Schwitters, Nescafé-Collage, 1947

 

Kurt Schwitters

 

wurde 1887 in Hannover geboren. Er studierte von 1908 bis 1914 an der Kunstgewerbeschule in Hannover und auch an der Kunstakademie in Dresden in der Klasse von Carl Bantzer. 1917 wird er zum Kriegsdienst einberufen, absolviert diesen allerdings auf Grund seiner Epilepsie lediglich auf der Schreibstube und wird bereits nach vier Monaten entlassen. Die Eindrücke des Krieges und der Inflation prägen dennoch sein künstlerisches Schaffen.

1918 fertigt Schwitters erste Collagen an. Sie bestehen aus Müll, den er zufällig findet. Im Jahr darauf bringt er eine Prosa- und Gedichtsammlung namens „Anna Blume“ heraus, die seine Bekanntheit wesentlich steigert. Im Zuge dessen lernt er Herwarth Walden, Hans Arp und Tristan Tzara kennen und beteiligt sich an den „Sturm“-Ausstellungen in New York und Zürich.

Darüber hinaus arbeitet Schwitters ab 1923 als Werbegestalter, Grafiker und Typograph für verschiedene Firmen. 1927 gründet er gemeinsam mit Cesar Domela, Lázlo Moholy-Nagy und Friedrich Vordemberge-Gildewart den „ring neuer werbegestalter“, später kommen noch Willi Baumeister und Walter Dexel hinzu. Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit arbeitet Schwitters weiter an seinen Collagen und Materialbildern. Ab Mitte der 30er Jahre kann er auch erste internationale Erfolge verzeichnen. 1937 wandert er nach Norwegen aus. Von dort flieht er 1940 vor den deutschen Truppen nach England. Schwitters stirbt 1948 im englischen Exil.

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Geschrieben von Jochen Kienzle

Die Kienzle Art Foundation wurde 2010 gegründet und widmet sich, basierend auf der Initiative des Berliner Sammlers und Galeristen Jochen Kienzle, der öffentlichen Vermittlung von Kunst in Form von Ausstellungen, Publikationen, Vorträgen.