Franz Erhard Walther - Form 6, Sechs Körperformen, Orange, Schaumstoff/Baumwolle, 2006

Franz Erhard Walther – Form 6, Sechs Körperformen, Orange, Schaumstoff/Baumwolle, 2006

In der am 17. März eröffneten Ausstellung der Galerie Kienzle & Gmeiner wurden sieben der neusten plastischen Werke Franz Erhard Walthers gezeigt. Sie gehören zu der 1990 begonnenen Werkgruppe „Die Verlangsamung der Bilder“, doch haben die in Berlin ausgestellten Werke einen komplexeren Formcharakter als die früheren Stücke dieser Reihe.

Sie haben den Anspruch, alle klassischen Genres in sich zu vereinen, sie sind Bild, Plastik und Zeichnung zugleich. Die von Walther seit 1962/63 entwickelte Konzeption „Handlung als Werkform“, welche über die Jahrzehnte eine permanente Verwandlung erfahren hat, ist auch bei den neuen Arbeiten Bestandteil der Werkbildung.

Die jeweils mehrteiligen, einfarbigen Stücke bestehen aus in festen Baumwollstoff eingenähten Schaumstoffkernen. Alle Arbeiten haben das identische Grundmaß 220 x 180 cm können an der Wand angebracht werden. Jedoch auch auf dem Boden stehen oder zum Körper in Beziehung gebracht werden. Die insgesamt sieben Arbeiten umfassende Werkgruppe wird 2009 im Rahmen einer großen Werkschau Walthers im Musee d’Art Moderne et Contemporain, Genf präsentiert werden.

Franz Erhard Walther - Form 3, Rahmen, vier Formen, Ocker, Schaumstoff/Baumwolle, 2006

Franz Erhard Walther – Form 3, Rahmen, vier Formen, Ocker, Schaumstoff/Baumwolle, 2006

Der Ausstellungstitel SEVEN WORKS – SEVEN DAYS bezieht sich auf eine mögliche, offene Zuordnung der einzelnen Arbeiten zu jeweils einem Wochentag.

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Geschrieben von Jochen Kienzle

Die Kienzle Art Foundation wurde 2010 gegründet und widmet sich, basierend auf der Initiative des Berliner Sammlers und Galeristen Jochen Kienzle, der öffentlichen Vermittlung von Kunst in Form von Ausstellungen, Publikationen, Vorträgen.