Stefan Hayn, DAHLIENFEUER, 2016, (Standbild aus dem Film) 67 min

wurde 1965 in Rothenburg ob der Tauber geboren. Von 1986 bis 1993 studierte er Bildende Kunst an der Hochschule der Künste Berlin und wandte er sich von der Malerei auch dem Film zu. 1993 beendete sein Studium als Meisterschüler in der Klasse von Professor Rebecca Horn. Darüber hinaus studierte er von 1995 bis 1998 Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg in der Klasse von Professor Helga Reidemeister und Professor Thomas Schadt.

Stefan Hayn realisiert seit 1985 Zeichnungen und Malerei, seit 1989 Filme unterschiedlicher Genres mit fiktionalen und dokumentarischen Erzählformen, impliziten und expliziten Malerei-Bezügen. In seinen Bildern und Filmen beschäftigt er sich mit den Verhältnissen von alt und neu, Bild und (Lebens-)Erzählung, Individualität und Vergesellschaftung. Seit 1995 veröffentlicht er auch Essays zu film- und bildkünstlerischen Fragen. Im Rahmen seines Fellowships an Graduiertenschule der Universität der Künste Berlin lehrte er von 2012 bis 2014 schwerpunktmäßig zum Verhältnis von Film und Malerei.

Stefan Hayns künstlerische Arbeiten werden realisiert im Rahmen von Stipendien: z.B. Franklin Furnace New York, DEFA-Stiftung Berlin, Graduiertenschule für die Künste der Universität der Künste Berlin, Künstlerhaus Büchsenhausen Innsbruck; als Koproduktionen beispielsweise in der ZDF/3sat-Reihe Film und Malerei, der SWR-Reihe Junger Dokumentarfilm oder in Kooperation mit Förderinstitutionen wie: Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten Berlin, Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, Filmförderung des Bundesministeriums des Inneren, MFG Filmförderung Baden-Württemberg.

Verliehen werden die Arbeiten von Arsenal – Institut für Film und Videokunst Berlin e.V. und Stiftung Deutsche Kinemathek/Filmmuseum Berlin.

Zur Filmografie von Stefan Hayn siehe auch:
filmportal.de: Stefan Hayn

Festivals u.a.: FID Marseille, Viennale/Wien, VIPER/Basel, Monoquini/Bordeaux, Shadow Festival/Amsterdam, CPH:DOX Copenhagen, IndieLisboa, Caméras des Champs/Ville-sur-Yron, Underdox/München, Werkleitz Biennale, Duisburger Filmwoche, Dokumentarfilmwoche Hamburg, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, European Media Art Festival/Osnabrück, Mutations Festival/Zagreb, London, San Francisco, Chicago & New York Film Festivals

Museen und Kunstvereine u.a.: Goethe-Institut & Cubitt Artists London, Shedhalle Zürich, Filmmuseum München, The New School, Anthology Film Archives & Knitting Factory New York, Badischer Kunstverein und ZKM Karlsruhe, Künstlerhaus Stuttgart, Haus der Kulturen der Welt, Künstlerhaus Bethanien, Kunstsaele Berlin, Kunstraum Lakeside Klagenfurt, Akademie der Bildenden Künste und Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, PACT Zollverein Essen, Heidelberger Kunstverein

Ausstellungen und Filmpräsentationen (Auswahl):
2016 Réponse – Musée d’Art Contemporain des Laurentides, Montréal
Woher die Bilder? Wohin die Bilder? mumok Wien
2014 Was wir zeigen wollen, Heidelberger Kunstverein
2013 Talking Picture Blues, Kunstsaele Berlin
2012 Pink Labour on Golden Streets, Akademie der Bildenden Künste Wien
2009 O Vater! Umiliati, Scotty Enterprises Berlin
Enge Anbindung/Close Ties, Kunstraum Lakeside, Klagenfurt
2007 Normal Love, Künstlerhaus Bethanien Berlin
2006 Retrospektive im Kino Arsenal Berlin
Maskharat Künstlerhaus Stuttgart
2005 Kritische Gesellschaften, Badischer Kunstverein Karlsruhe
Nochmals ganz von vorn (Retrospektive der Kurzfilme), Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
2004 A Political Feeling, I Hope So, Cubitt Artists London
2002 In welcher Haltung arbeiten Sie bevorzugt – Kunst im Verhältnis zur Konstruktion von Arbeit, HGB Galerie Leipzig
2000 Parallelmontage, Haus am Kleistpark Berlin

Textveröffentlichungen (Auswahl):
»Film und Malerei«, in: jour fixe initiative berlin (Hg.), Kunstwerk und Kritik, Berlin 2003
»Überlegungen zu Abstraktion und Autonomie in Film und Malerei«, in: Susanne Stemmler (Hg.), Wahrnehmung, Erfahrung, Experiment, Wissen. Objektivität und Subjektivität in den Künsten und Wissenschaften, Berlin 2014
»Notes on the Category of ›Gay Film‹ (1995)«, in: Christiane Erharter, Dietmar Schwärzler (Hg.), Pink Labour on Golden Streets, Wien/Berlin 2015
»Bildnerische Vorgehensweisen – Ein Gespräch von Bert Rebhandl mit Stefan Hayn über Dokumentarfilm und die Genauigkeit der hergestellten Relationen«, in kolik.film, Nr. 26, Wien 2016

 

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Geschrieben von Jochen Kienzle

Die Kienzle Art Foundation wurde 2010 gegründet und widmet sich, basierend auf der Initiative des Berliner Sammlers und Galeristen Jochen Kienzle, der öffentlichen Vermittlung von Kunst in Form von Ausstellungen, Publikationen, Vorträgen.