Wols, Mille problèmes dans la tête, um 1940 31 x 26 cm

Wols, Mille problèmes dans la tête, um 1940
31 x 26 cm

 

Wols

 

wurde 1913 in Berlin geboren und verstarb 1951 Paris. Er gilt als wichtiger Wegbereiter und Vertreter des Tachismus und des Informel.

Wols war der Sohn des hohen Berliner Regierungsbeamten Dr. jur. Alfred Schulze (1878–1929), der im Jahr 1919 zum Ministerialdirektor und Chef der Staatskanzlei in den sächsischen Staatsdienst berufen wurde, und dessen Ehefrau Eva, geborene Battmann (1886–1969). Wolfgang wuchs gemeinsam mit seiner Schwester Elfriede Schulze-Battmann in einem kulturinteressierten Elternhaus in Dresden auf, das Kontakte zu Dresdner Künstlern wie Ludwig von Hofmann, Robert Sterl, Conrad Felixmüller und Otto Dix pflegte, dank derer er früh mit der Kunst in Berührung kam.

1926 hinterließen der Besuch der Großen Internationalen Kunstausstellung mit Werken der zeitgenössischen Moderne und eine Schau zum 50. Geburtstag von Paul Klee in Dresden nachhaltigen Eindruck bei dem kunst- und naturwissenschaftlich Interessierten. In den darauf folgenden Jahren war Wols Mitglied im Club der „Hirsche“ um Fritz Bienert, dem u. a. Will Grohmann, Fritz Löffler und Gret Palucca sowie Otto Dix angehörten. Die Kriegsdarstellungen von Dix haben hinterließen bei dem jungen Mann einen tiefen Eindruck und prägten sein späteres Werk.

Am 14. Juli 1932 reiste Alfred Otto Wolfgang mit einer Empfehlung des Bauhaus-Künstlers und -Lehrers László Moholy-Nagy nach Paris. Dort begegnet er Künstlern wie Amédée Ozenfant und Fernand Léger und fängt an sich als Fotograf selbstständig zu machen. Er arbeitet hauptsächlich freiberuflich in diesem Metier bis zu seiner Internierung 1939. In den Internierungslagern zwischen 1939 und 1940 fertigt er ausschließlich Zeichnungen und Aquarelle an. Zwischen 1940/41 und 1945 lebt Wols versteckt in Südfrankreich, dort zeichnet, aquarelliert, fotografiert er und startet, so die Vermutung, versuchsweise mit ersten kleinformatigen Ölbildern. Wie sich in seinem späteren Werk zeigen wird, handelt es sich hierbei um einen wichtigen Abschnitt in Wols Leben, der seinen künstlerischen Ansatz veränderte, was auch in einer Vielzahl von Notizen und Aphorismen dokumentiert ist. Zwischen den Jahren 1945 und 1951 verlagert er seinen Schwerpunkt ganz auf die Ölmalerei. Desweiteren entstehen Aquarelle und Radierungen, wobei die Fotografie nach 1945 keine Rolle mehr spielt.

Ausstellungen (Auswahl)

1965/1966
Wols – Gemälde – Aquarelle – Zeichnungen – Fotos, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt am Main

1989/1990
Wols. Bilder, Aquarelle, Zeichnungen, Photographien, Druckgraphik, Kunsthaus Zürich, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

2001
Wols – Photographien, Radierungen, Galerie/Edition Stella A., Berlin

2012
Circus Wols. Kurator: Olaf Metzel, Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen

2013
Wols Photograph. Der gerettete Blick, Kupferstichkabinett Dresden
Wols. Die Retrospektive. Kunsthalle Bremen Die erste große Ausstellung seit 25 Jahren (anschließend Houston, USA Menil Collection)
Wols – „das große Mysterium“, Museum Wiesbaden, 2014 Museum Liner Appenzell

2014
Wols – Aufbruch nach 1945, Neue Galerie, Kassel
Wols Photograph. Der gerettete Blick, Martin-Gropius-Bau, Berlin

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Geschrieben von Jochen Kienzle

Die Kienzle Art Foundation wurde 2010 gegründet und widmet sich, basierend auf der Initiative des Berliner Sammlers und Galeristen Jochen Kienzle, der öffentlichen Vermittlung von Kunst in Form von Ausstellungen, Publikationen, Vorträgen.